Bettwäsche für Allergiker im Kampf gegen Hausstaubmilben

Bettwäsche für Allergiker im Kampf gegen HausstaubmilbenDie Hausstaubmilbenallergie ist ein großes Thema in deutschen Betten. Etwa 10 % der Bundesbürger kämpfen mit algerischen Symptomen und werden dabei um ihren Nachtschlaf gebracht.

Die Hausstaubmilbenallergie avanciert damit auf Platz 2 und reiht sich hinter der Pollenallergie als häufigste Allergieform in Deutschland ein.

Milben gibt es in jedem Haushalt

Wer glaubt, in einem tierfreien Haushalt zu leben, hat vermutlich nicht ganz recht. Milben sind im Grunde in jedem Haushalt vorhanden. Dies ist auch keine alleinige Frage der Hygiene. Milben ernähren sich bevorzugt von abgestorbenen Hautschuppen und diese finden sich zuhauf in unseren Betten. Bis zu zwei Millionen Hausstaubmilben tummeln sich in Matratzen, Kissen und Decken.

Für Allergiker werden nicht die Milben selbst, sondern deren Kot zum Problem. Dieser trocknet aus, zerfällt und wird eingeatmet. Die Folge sind tränende und juckende Augen, Niesen, Husten und Atemnot. Für Betroffene kann dies nachts zu einem wahren Albtraum werden. Hier besteht umgehender Handlungsbedarf, denn gesunder Schlaf ist durch nichts zu ersetzen, wie es Schlafberater Holger Pies treffend auf den Punkt bringt.

Wie sollte Allergiker Bettwäsche aussehen?

Das Material der Bettwäsche ist eigentlich zweitrangig. Diese kann aus Baumwolle, aus Mikrofaser oder aus Polyester bestehen. Wichtig ist, ob der Stoff auch wirklich hitzebeständig ist. Bettwäsche für Allergiker muss häufig gewaschen werden. Dabei sollten mindestens 60 Grad, noch besser aber 95 Grad eingestellt werden.

Bei niedrigeren Temperaturen werden die Milben nicht wirkungsvoll bekämpft. Bunte Bettwäsche ist sicher attraktiver, bei diesen hohen Temperaturen werden die Farben allerdings schnell verblassen. Weiße Bettwäsche aus Baumwolle oder Mikrofaser-Gewebe erweist sich als ideal für Allergiker. Bettzeug aus Polyester hält den hohen Temperaturen meist nicht stand und ist daher weniger zu empfehlen.

Tipp: Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten für Allergiker Bettwäsche auch von der Krankenkasse übernommen.

Keine Allergiker Bettwäsche ohne Encasing

Unter Encasing werden Bezüge verstanden, welche sich über Matratze, Bettdecke und Kissen ziehen lassen und verhindern, dass Milbenkot aus dem Bettzeug austritt. Diese Überzüge bestehen meist aus synthetischen Materialien, sind atmungsaktiv und halten zugleich den Milbenkot zurück. Daneben ist darauf zu achten, dass Betroffene spezielle Matratzen für Allergiker erwerben. Diese sollten zum Beispiel nicht aus tierischen Bestandteilen bestehen.

Damit die speziellen Überzüge nicht nur praktisch überzeugen, sondern auch den Schlafkomfort nicht behindern, sollte es sich um ein leichtes und flexibles Material handeln, welches sich gut an den Körper anschmiegt, nicht raschelt und beim Liegen kein Fremdkörpergefühl aufkommen lässt.

Um den optimalen Schutz im Doppelbett zu gewährleisten, sollten auch Matratzen, Decken und Kissen des Partners mit einem Encasing versehen werden, auch wenn dieser nicht allergisch auf Hausstaubmilben reagiert.

Wie wird Allergiker Bettwäsche gepflegt und angewendet?

Zunächst werden die Bezüge gründlich gewaschen und getrocknet. Anschließend werden Matratze, Decken und Kissen damit überzogen. Die meisten Encasings lassen sich mit einem Reißverschluss schließen. Dies ist besonders sicher und praktisch. Hochwertige Modelle besitzen zusätzliche Abdecklaschen, die unterhalb des Reißverschlusses angebracht sind.

Nachdem das Bettzeug mit Encasings versorgt ist, kann die herkömmliche Bettwäsche übergezogen werden. Die Schutzbezüge sollten nicht als Ersatz für Bettwäsche verstanden werden. Die Bettwäsche sollte möglichst mehrmals monatlich gewaschen werden. Die Schutzbezüge dagegen verbleiben auf dem Bettzeug und werden lediglich etwa vierteljährlich abgezogen und gewaschen.

Die Encasings sollten regelmäßig auf ihre Beschaffenheit hin kontrolliert werden. Bekommen die Bezüge Risse, ist der Milbenschutz nicht mehr gewährleistet. Besonders Matratzenbezüge sollten immer etwas größer ausfallen, als die Matratze selbst, so lässt sich verhindern, dass zu eng anliegende Bezüge Risse bekommen.

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